Und hier kommt ein Gedicht:

 

Im Kopf sind schwarze Wolken, das denken fällt mir schwer.

Reden, machen, laufen, kann ich bald nicht mehr.

Bitte bleib bei mir, reich mir die Hand, lass mich nicht alleine im unbekanntem Land.

Sing mit mir Lieder, tu`was Mir gefällt, denn ich bin noch immer,  ein Teil von dieser Welt.



Klappmaulpuppen und demenziell erkrankte Menschen

 

Bei Menschen mit Demenz ist die Pupppe als Kommunikator und Motivator eingesetzt.  Die Handpuppe schließt eine Lücke zwischen der rationalen Erwachsenenwelt und der "irrationalen" Welt der demenziell Erkrankten.

Der Handpuppeneinsatz verbindet den Spieler mit dem Demenzkranken. Mit Handpuppen wird ein deutlicher Anstieg des emotionalen Zustandes (z.B. von Traurigkeit zur Fröhlichkeit) erreicht.

 

Ziel:

  • dem Bewohner mit der Puppe aufzuwecken
  • durch lockere freche Kommunikation zu begeistern
  • Stimmung des Bewohners mit der Intension eine Gemütsverbesserung zu erreichen
  • Aktivierung durch Spiel und Bewegung ...


Ganz wichtig ist es für mich in meiner Arbeit ist auch die Bewohner zu erreichen die nicht mehr selbst oder Teilweise aufstehen können. Diese Menschen können oft im Altag nicht mit einbezogen werden. Die vielen Angebote die der Sozieale Dienst anbietet können sie nicht mehr besuchen bzw daran Teil nehemen.  Immer wieder stelle ich fest das diese Menschen Dankbar für den Besuch von der Puppe sind.  Der Glanz in den Augen  bedarf keine Worte.

 

Warum eignet sich das Thema Demenz besonders für Puppentheater?

  • Die Puppe schafft einen geschützten Abstand.
    Zuschauer können schwierige Gefühle zulassen, ohne sich direkt mit einer realen Person konfrontiert zu fühlen.

  • Verwirrung und Erinnerung werden glaubwürdig sichtbar.
    Eine Puppe kann zwischen Gegenwart, Erinnerung und Fantasie wechseln, ohne dass es künstlich wirkt.

  • Humor und Traurigkeit können nebeneinander stehen.
    Die Puppe darf einen Witz erzählen und im nächsten Moment einen berührenden Augenblick erleben, ohne dass es unpassend wirkt.

  • Die Krankheit steht nicht im Mittelpunkt – der Mensch schon.
    Das Publikum sieht zuerst die Mutter mit ihren Geschichten, Eigenheiten und Erinnerungen und nicht nur die Diagnose.

  • Puppen fördern Empathie.


  • Viele Zuschauer öffnen sich einer Figur schneller, weil sie nicht urteilen, sondern mitfühlen.

  • Schwere Themen werden zugänglicher.
    Puppentheater kann Ängste abbauen und Gespräche über Demenz ermöglichen, ohne belehrend zu sein.

 

Demenz bedeutet nicht, dass ein Mensch verschwindet – sondern dass der Weg zu seinen Erinnerungen immer schwieriger wird.

Unter der Rubric (meine Bühnenstücke) ist auch nun ein passendes Theaterstück entstanden.